„Die Schärfe, mit der Vertreter der Uni Kaiserslautern in der jüngsten Presseberichterstattung über die Landauer Universität geurteilt haben, zeugt von wenig Sensibilität. Bei allen Herausforderungen, welchen sich dieser Unistandort zweifelsohne ausgesetzt ist, werden die vielfältigen Stärken dieser Uni bewusst oder fahrlässig negiert“, so Peter Lerch Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion im Stadtrat und sein Kollege Ralf Eggers. Nicht widersprechen wollen beide den Hinweisen aus Kaiserslautern, dass in Landau enorme Finanzierungslücken bestehen. Laut Lerch „rächt sich jetzt, dass die Landesregierung den Uni-Standort Landau seit Jahrzehnten stiefmütterlich behandelt hat“. Das zeigt sich in mangelnden Professoren- und Dozentenstellen, viele davon befristet. In völlig unzureichenden und oft überbesetzten Vorleseräumen. Sowie einer Finanzausstattung, welche massiv hinter der anderer rheinland-pfälzischer Universitäten zurückbleibt. Die Unsicherheit unter den Beschäftigten der Landauer Uni sind geradezu „mit Händen zu greifen“ Da verwundert es auch nicht, dass aus der Westpfalz darauf hingewiesen wird, dass „Kaiserslautern viel besser dasteht als Landau“. Bei aller Häme, welche dieser Tage in Kaiserslautern abgelassen wurde, erscheint die Anmerkung doch beachtenswert, dass ein Zusammengehen nur funktionieren könne, wenn in der Südpfalz pro Jahr Minimum sechs Millionen Euro zusätzlich investiert werden. Wenn das Land seiner Verantwortung gegenüber dem Unistandort Landau auch nur einigermaßen gerecht werden will, so müsse laut Eggers „neue, zusätzliche Gelder nach Landau fließen – ob im Verbund mit Kaiserslautern, oder in anderer Form. Erschreckend finden beide CDU-Vertreter die Art und Weise, wie diese Landesregierung die Hochschulreform anpackt. Nachdem die unprofessionelle Herangehensweise bei der Verwaltungsreform dazu beiträgt, diese „in den Sand zu setzten“ geht es bei der Neuordnung der Hochschullandschaft in gleichem Stil weiter. Während es so scheint, dass in Kaiserslautern die Pläne mit der Hochschulleitung besprochen wurden, bestehen hierzu in Landau gewisse Zweifel. Jedenfalls besteht der Eindruck, dass die hiesige Hochschulleitung nur verspätet und rudimentär in die strategischen Überlegungen des Ministeriums eingeweiht wurden. „Der Hochschulstandort Landau steht derzeit am Scheideweg, weshalb wir von der Landesregierung ein klares Bekenntnis für diese Uni und die hierfür nötige Finanzierung fordern. An die anderen Fraktionen im Stadtrat appellieren wir, sich hier ebenfalls einzubringen, damit von Landau ein klares Signal nach Mainz gesandt werden kann“ so abschließend Eggers und Lerch.