„Mit großer Sorge verfolgen die Mitglieder des CDU„Arbeitskreis Südpfalz“, ein Arbeitsforum führender Christdemokraten aus dieser Region, die aktuelle Diskussion um die von Wissenschaftsminister Konrad Wolf angestoßene Strukturreform der Universitäten“ so die beiden Landtagsabgeordneten Christine Schneider und Martin Brandl, sowie der Landauer CDU-Fraktionschef Peter Lerch.

Alleine schon mit der völlig verkorksten Vorbereitung und chaotischen Kommunikation des Strukturprozesses hat Minister Wolf alle Betroffenen, ob in Kaiserslautern oder in der Südpfalz gegen sich und die Reform aufgebracht. Man könnte meinen, der Minister will seinen Ruf als „schlechtester Wissenschaftsminister 2019 bestätigen, welcher ihm durch 3.600 Mitglieder der deutschen Hochschulgesellschaft verliehen wurde. Laut Schneider ist das Thema aber zu wichtig und auch zu ernst um es dilettantisch anzugehen“. Und die Rheinpfalz schrieb zu Recht, dass „die Vorgehensweise dem Minister als Generalkritik anhaftet“.

„Die Auswirkungen des jetzt angestoßenen Stukturprozesses auf Landau und die Südpfalz kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden“ so der Landauer Fraktionschef Lerch. Inzwischen 8.000 Studierende xxxx Professoren, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Beschäftigten machen die Bedeutung dieser Uni deutlich. Hinzu kommt die unbestrittene Kompetenz bei Forschung und Lehre. Damit strahlt die Uni nicht nur auf Landau, sondern auf die gesamte Südpfalz aus. Damit ist sie von eminenter Bedeutung für die Wirtschaftsentwicklung, aber auch für das kulturelle und wissenschaftliche Leben der Region.

Auch der Uni-Standort Germersheim kam in diesem Kontext mehrfach in die Diskussion. Martin Brandl, Germersheimer CDU-Landtagsabgeordneter macht hierzu deutlich, dass „nach der guten Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte alles getan werden muss, dass der Standort Germersheim nicht beeinträchtig und in seiner Entwicklung behindert wird“.

Die Mitglieder des Arbeitskreises Südpfalz sind sich einig, dass die finanzielle Vernachlässigung der Unis völlig inakzeptabel ist. Im bundesweiten Vergleich nehmen die rheinland-pfälzischen Unis in ihrer Finanzausstattung bereits einen unrühmlichen hinteren Platz ein. Noch schlechter steht es dabei um den Landauer Standort. Eine äußerst schwache Versorgung mit Professorenstellen, eine permanente Klage über unzureichende Raumausstattung und eine ungenügende Grundversorgung sind die logischen Folgen. Dass Minister Wolf, hierauf angesprochen, immer wieder auf die noch auszuhandelnden Bundesmittel aus dem Hochschulpakt verweist, bringt Dr. Thomas Gebhart, südpfälzer Bundestagsabgeordneter, auf die Palme. „Dies enormen Finanzmittel, welche der Bund seit Jahren den Ländern gewährt, waren vereinbart worden, um die Ausstattung aller Universitäten zu erreichen. Nicht jedoch, damit das Land damit die Grundversorgung bestreitet und eigene Gelder damit einspart“ so Gebhart.

„Wir, als Repräsentanten der Südpfalz fordern die Landesregierung auf, den Strukturprozess ergebnisoffen zu führen, die Vertreter der tangierten Unis einzubeziehen und Entscheidungen erst zu treffen, wenn vor Ort eine Einigung erzielt wurde. Auch müssen die Standorte endlich finanziell so gestellt werden, dass sie einen Vergleich mit den anderen Standorten in Rheinland-Pfalz nicht zu scheuen brauchen“ so abschließend Schneider, Lerch und Brandl.