Aktuelle Anmerkungen

Wie gerne hätte ich mal einen Newsletter ohne Corona geschrieben – es geht nicht. Gerade die Politik, gerade in der aktuellen Situation kommt man daran – leider – nicht vorbei.
Im Frühjahr hatten viele noch bemängelt, dass die Auflagen und Einschränkungen, in Relation zu den Erkrankten und Gestorbenen zu massiv waren. Aber warum, waren die Anzahl der Erkrankten und Infizierten vergleichsweise gering? Weil die Maßnahmen gegriffen haben. Vielleicht wurde dann zu stark gelockert oder zu Viele haben sich nicht mehr darum geschert.

Heute haben wir an einem Tag durch Corona verursachte über 500 Verstorbene. Das bedeutet, auf das Jahr hochgerechnet, etwa 200.000 Tote.
Ich denke bei dieser Zahl sollte es Jedem klar sein – wir kommen um weitere Kontaktbeschränkungen um weitere Auflagen nicht herum – auch in der Weihnachts- und Neujahrszeit. Hoffnungsvoll stimmt, dass die Mehrheit der Bevölkerung dies nicht nur mitträgt, sondern gar noch schärfere Auflagen wünscht. Es funktioniert nur, wenn wir alle mitmachen. Herzliche Grüße,
Ihr 


Peter Lerch MdL

Schulen sind keine coronafreien Zonen

„Viele Untersuchungen haben ergeben, dass unsere Schulen keine coronafreien Zonen sind, weshalb wir nicht gerade so weitermachen können wie bisher, sondern verstärkt auf Wechselunterricht, der Kombination von Präsenz- und Onlineunterricht setzen müssen“, mit dieser Forderung habe ich die rheinland-pfälzische Bildungsministerin aufgefordert, endlich in diesem Sinne tätig zu werden. Der Hinweis aus dem Bildungsministerium, dass man die Angelegenheit weiter beobachten werde, ist hier einfach zu wenig.

Wie man ein Mindestmaß an Kommunikation auch in diesen Zeiten aufrechterhalten kann hat die Konrad-Adenauer-Realschule in Landau bewiesen. Zusammen mit dem Kollegen und dem Landtagspräsidenten war ich zu einem „Gespräch“ mit den Schülern über aktuelle Themen eingeladen. In der großen Turnhalle waren in weitem Abstand und mit Gesichtsmasken dann ca. 15 Personen anwesend und der Dialog wurde in mehrere Klassensäle online übertragen. Wie können sich Jugendliche mehr Gehör verschaffen? Wieso gibt es an Schulen nicht ähnlich starke Kontaktbeschränkungen? Oder, was halten sie von den sogenannten „Querdenkern“? Großes Lob an die aktiven Schülerinnen und Schüler, aber auch an Lehrer und Schulleitung.


Online-Dialog in der KARS Landau
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Die real existierende Hotelsituation

„Wir haben in diesen Corona-Zeiten auch viele positive Erfahrungen gemacht. Die KfW-Darlehen, das Kurzarbeiter-Geld flossen relativ schnell. Behörden waren hilfreich und die Gäste verständnisvoll. Aber jetzt brauchen wir dringend die zugesagten Hilfen für die Schließung im zweiten Lock Down“. So die aktuelle Situationsbeschreibung von Stephan Hafen und seiner Tochter Sonja Schäfer vom Hotel „Alte Rebschule“ über Rhodt. Wer das idyllisch gelegene Hotel nahe der Villa Ludwigshöhe derzeit besucht kann die Wehmut nachvollziehen, welche aus diesen Worten spricht.

Das 74-Betten-Hotel hatte erst im Frühjahr seinen Wellnessbereich mustergültig ausgebaut und im Sommer noch eine gute Belegung verzeichnet – und jetzt das. 50 Mitarbeiter zum zweiten mal in Kurzarbeit. Das bedeutet nicht nur Einkommenseinbußen von etwa 25 %, sondern auch ohne die „Trinkgelder“. Der Jahresputz wurde vorgezogen, die Anlage top in Schuss gebracht und die Gäste fragen regelmäßig nach – das tut schon weh. Da streichelt es die Seele, wenn ein Gast eintausend Euro überweist mit dem Hinweis, dass er dies nach der Eröffnung dann abwohnen werde.

Zusammen mit Stephan Hafen – so sieht eine Sauna in Corona-Zeiten aus.
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 Zitat der Woche:

              „Das Leben ernst nehmen heißt, das Unabänderliche zu akzeptieren, ohne in Panik zu verfallen“,

                                      Sigmund Freud