Aktuelle Anmerkungen

Viele leiden unter Corona – den Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, den wirtschaftlichen Einbußen oder der Verarmung des kulturellen Angebotes. Das ist so und wohl auch unvermeidlich. Dass aus dieser Not heraus aber auch manch Positives entstanden ist, das soll auch einmal erwähnt werden. Beispiele:

– Die interkommunale Zusammenarbeit in der Südpfalz zwischen den Landkreisen SÜW, GER und der Stadt Landau hat noch nie besser funktioniert.

– Die Kommunikation im Geschäftsleben verlagert sich stark auf Video- und Telefonkonferenzen – zeitsparend und ressourcenschonend.

– Ein Bauträger, der solide durch die Wirren der Pandemie gekommen ist, bedankt sich mit einer Spende von 4.000 Euro für das Landauer Hospiz.

Ich weiß, dass es gerade im privaten Bereich zahlreiche weitere positive Beispiele gibt, wie diese Krise erfolgreich bewältigt werden kann. Hoffentlich halten sich diese guten Ansätze auch noch dann, wenn Corona mal überwunden sein sollte. Herzliche Grüße,
Ihr 


Peter Lerch MdL

Was bewirkt Corona bei der Landauer Polizei

Zusammen mit dem 1. Kreisbeigeordneten Georg Kern war ich beim Routinebesuch bei der Landauer Polizei zum Gespräch mit Polizeidirektor Thomas Sommerrock, Polizeiinspektionsleiter Marco Weißgerber und Frau Wagner vom Personalrat. Ganz logisch, die Frage drängte sich hierbei auf, wie wirkt sich Corona auf die Polizeiarbeit aus.
Das Gute vorweg. Das neue Polizeigebäude kam gerade recht zu Beginn von Corona. Maskenschutz, Hygienevorschriften und vor allem „Abstand halten“, das alles wäre in den alten Gebäuden im Westring deutlich schwieriger gewesen. Aber trotzdem wird das permanente Tragen der Masken als Belastung empfunden.

Die Einsätze bei den sogenannten Corona-Demos und die Überwachung der Einhaltung der Corona-Regeln kamen zum bisherigen Aufgabenspektrum dazu. Aber es ist eigentlich mehr eine Verlagerung.
Eine Verlagerung, weil so mancher Einsatz nach den Kneipen- oder Diskobesuchen weggefallen ist. Und was macht die Polizei, wenn Beschwerden über private Feten gemeldet werden? „Nein, in die Wohnung mussten wir bisher noch nicht, wenngleich wir, bei begründetem Verdacht, das Recht dazu hätten“, so Marco Weißgerber. Bisher waren in einschlägigen Situationen deutliche Ermahnungen ausreichend, um rechtskonforme Zustände wiederherzustellen.

Gewalt gegen Polizeibeamte, aggressives Verhalten von Polizisten oder Rassismusvorwürfe waren weitere Themen. Aber eigentlich alles Stichworte aus anderen Teilen der Republik, nicht jedoch in Landau, wie Polizeidirektor Sommerrock versicherte. Und Sommerrock weiter: „Wir achten da penibel darauf und machen auch regelmäßig nach Großeinsätzen Nachbesprechungen, um unsere Einsätze zu optimieren“.
Ausbildung, Schulung und die regelmäßigen Hinweise zur Sensibilisierung sind weitere Instrumente. Dabei gilt das Gebot der Mäßigung für einen Polizeibeamten auch in seinem privaten Bereich. Gegen eine Studie oder ein Gutachten zum Verhalten der Polizei, wie bundesweit diskutiert – dagegen hätten die Landauer Polizeivertreter nichts einzuwenden. „Danach wären wir sicherlich nicht dümmer“.


Vor dem neuen Polizeigebäude zusammen mit dem 1. Kreisbeigeordneten Georg Kern und Polizeidirektor Thomas Sommerrock
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Corona-Teststation in Landau – stark gefragt – gut organisiert

Wer in der Südpfalz Corona-Symptome aufweist, wer Kontakt mit Corona-Infizierten hatte oder wer vom Gesundheitsamt oder vom Arzt überwiesen wurde – alle haben das gleiche Ziel – die Corona-Teststation im Landauer Gewerbegebiet.

In einem vor-Ort-Termin konnte Landrat Dietmar Seefeldt, quasi als „Hausherr“, eine gut ausgestattete und funktionierende Teststation präsentieren. Um eine Vorstellung von der quantitativen Situation zu bekommen, nur 2 Zahlen. Pro Tag können bis zu 700 Tests durchgeführt werden und seit Beginn der Pandemie im März wurden etwa 16.000 Abstriche genommen.

Wie funktioniert dies? DRK-Kreisbereitschaftsleiter Marco Nau trägt als Leiter der Teststation die zentrale Verantwortung. Er ist froh, dass er auf etwa 25 Helferinnen und Helfer aus dem DRK und der DLRG zurückgreifen kann. Damit gelingt es ihm eine ständige Besetzung mit zehn Personen zu gewährleisten.

Trotz all diesen Engagements sind die Ehrenamtlichen aber auch an ihre Grenzen gestoßen. Daher hatte Seefeldt die Idee, die Bundeswehr um Hilfe zu bitten. Gesagt, getan, ein Anruf bei Björn Kilian vom Kreisverbindungsbüro für Landau, Abklärung in der Zentrale und die Zusage war da. Acht Soldatinnen und Soldaten, davon die Hälfte aus dem Sanitärbereich, helfen nun kräftig mit.

So kann jeder, der in die Halle mit den Teststationen schaut, feststellen, – trotz langer Autoschlange – die Wartezeiten sind überschaubar. Die Zusammenarbeit zwischen DRK, DLRG und Bundeswehr funktioniert bestens. Die aktuellen Anforderungen können somit gut gemeistert werden.

Konnten uns von der Corona-Teststation überzeugen. (von links nach rechts: Björn Kilian, Peter Lerch, Marco Nau, Dietmar Seefeldt)
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               „Landau ist die charmanteste Stadt der Pfalz“.
               Michael Garthe, Chefredakteur der Rheinpfalz