Aktuelle Anmerkungen

Corona – finanzieller Einbruch – staatliche Ausgleichszahlung.

So wäre die logische Ablauffolge. Wir wissen, dies ist nicht überall so. Und die Stadt Landau erlebt derzeit, wie dies nicht funktioniert – gerade, was den letzten Schritt betrifft.

Die Stadt hat durch Corona gewaltige Einbrüche zu verzeichnen. Ob bei Veranstaltungsstätten, beim Zoo oder den Bädern. Summa summarum in diesem Jahr etwa 5 Mio Euro. Hinzu kommen Gewerbesteuerausfälle von 14 Mio Euro = 37 %.

Eigentlich ein Fall für staatliche Ausgleichszahlungen. Ist auch vorgesehen, alleine 412 Mio Euro in Rheinland-Pfalz für Gewerbesteuerausfälle. Da das Land aber einen ganz speziellen Berechnungsmodus ausgewählt hat, führt dies zu skurrilen Resultaten.

Wörth, das über viele Jahre konstant hohe Gewerbesteuereinnahmen hatte, kann mit hohen Ausgleichszahlungen rechnen. Landau, das erst kontinuierlich seine Gewerbesteuereinnahmen gesteigert hat, geht völlig leer aus.

Grund für mich, Ministerpräsidentin Malu Dreyer anzuschreiben und um Landeshilfen für Landau zu bitten. Schauen wir mal! Herzliche Grüße,
Ihr 


Peter Lerch MdL

Musikschule mit Herausforderungen

Kaum ein musikalisch Interessierter in Landau kennt sie nicht – die Musikschule Kottner. Rita Kottner – seit 21 Jahren in Landau, 12 Lehrkräfte, 50 Schüler und eine leidenschaftliche Musikschul-Leiterin.

Ein Gewinn für die Kultur einer jeden Stadt. Bereits 1-2-Jährige mit ihren Eltern kommen zur musikalischen Früherziehung. Begeistern können sich Kinder, Jugendliche, aber auch immer mehr Erwachsene. Von Gesang bis Geige, von Querflöte bis Klavier ist die Angebotspalette nur ansatzweise umschrieben.

Durch die Gummi-Mayer-Projektverwaltung im Nordring wurden auch großzügige Räumlichkeiten mit einem musik-affinen Verpächter gefunden.

Eigentlich alles o.k.? Wenn da nicht – Sie wissen es schon – wenn da nicht Corona wäre.

– Starker Einbruch der Musikstunden,
– Musikunterricht online oder in Präsenz, aber mit Maske und Glaswand,
– Musikschul-Leiterin, welche sich mit Mini-Job über Wasser hält

Eigentlich ein typischer Fall für Landesförderung. Erster Antrag wurde leider abgelehnt. Auf den zweiten Antrag hin wurde kurzfristig gezahlt. Aber es muss ein „Projekt“ geliefert werden. Also ein Konzert, das nicht stattgefunden hat und trotzdem für Ton- und Filmaufnahmen ablaufen soll. Erst dann kann das Geld verbleiben. Verstehe, wer dies verstehen will?

Schade, wieder kein Konzert gespielt
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„Entdecke deine Fähigkeiten“ – Gymnasium Edenkoben

Diese Maxime hat sich das Gymnasium Edenkoben gegeben. In den aktuellen Zeiten scheint dies wichtiger denn je.

Bei meinem Besuch in dieser noch recht jungen Schule mit ihrem agilen Schulleiter Philipp Jähne konnte ich mich von der praktischen Umsetzung überzeugen.

Die Schule, zwischen den arrivierten Gymnasien in Neustadt und Landau gelegen, hat sich gut etabliert.
Es wurde ein breites Angebotsprofil aufgebaut und, darauf ist Philipp Jähne besonders stolz, es wurde eine gute digitale Kompetenz entwickelt.

Bereits im Frühjahr, beim ersten Lockdown, hat dies zumindest in den Oberstufen ganz gut funktioniert. Inzwischen wurde zusätzlich in die Hardware investiert, Lehrkräfte weitergebildet und die Kommunikationsplattform Moodle optimiert.

Für eine Schließung oder Teilschließung, wie aktuell überregional diskutiert, sieht sich die Schule gut gerüstet.
Aber Philipp Jähne verweist darauf, dass diese Entwicklung auch jenseits von Corona gesehen werden muss. Der Gebrauch ergänzender, digitaler Lernformen wird künftig mit Sicherheit zunehmen. „Da müssen wir hinkommen, sonst überholt uns die Realität“, so der Schulleiter – wie wahr.

Schule in Coronazeiten mit Schulleiter Jähne mit Maske und Glas-Zwischenwand
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„Etwas ist nicht recht, weil es Gesetz ist, sondern es muss Gesetz sein, weil es recht ist“., Charles Montesquieu