Aktuelle Anmerkungen

Berechenbarkeit schafft Vertrauen. Keine neue Erkenntnis, aber eine oft vergessene.
In den jüngsten Wochen hat die rheinland-pfälzische Landesregierung dies oft unter Beweis gestellt:
– Schulen öffnen, schließen, Wechselunterricht – Entscheidungen immer kurzfristig.
– Fahrschulen: Theorieunterricht lange verboten (warum eigentlich), dann kurzfristig erlaubt.
– Schulen: bewährte Software „MS-Teams“ ab Sommer 2021 verboten, jetzt wieder erlaubt.
– Gründerstipendien erst dagegen, jetzt die Vergabe verkündet.
Dies sind alles leider keine Einzelfälle. Gewiss, auch die Bundesregierung hat sich mit dem nicht eingelösten Versprechen, die November-Hilfen kurzfristig zu gewähren, keinen Gefallen getan. Aber in Rheinland-Pfalz scheint dies Methode zu sein. Etwas weniger Kurzatmigkeit und etwas mehr Berechenbarkeit – das schafft Vertrauen.


Herzliche Grüße,

Ihr

Peter Lerch MdL

Adlerapotheke Landau eine lange Tradition

Wer kennt sie nicht, die Adler-Apotheke am Landauer Rathausplatz. Seit über 250 Jahren ist sie präsent und wird über die Hälfte dieser Zeit von der Familie Moser betrieben. Eine lange Tradition, wie sieht denn die Zukunft aus, dies wollte ich bei meinem Besuch von Markus Moser aus der fünften Generation wissen.

Gerade die innerstädtischen Apotheken haben besonders unter Corona zu leiden, weil durch den Lockdown die Innenstadtbesucher deutlich weniger sind und damit die „Laufkundschaft“ ausfällt. Jedoch wird auch durch die neue Verkehrsregelung im Innenstadt-Ring weniger Frequenz verzeichnet. Dabei ist gerade bei Arztpraxen und Apotheken in der City die nahe und ausreichende Parkmöglichkeit ein wichtiges Kriterium.

Emotional kann Markus Moser werden, wenn er auf die Online-Konkurrenz zu sprechen kommt. Während die stationären Apotheken eine Beratungspflicht haben, Nachtdienst leisten müssen und die Steuern vor Ort erbringen, sind die Internetapotheken hiervon unbelastet. „Das ist keine faire Konkurrenzsituation, das ist Rosinenpickerei“, so Moser. Da verwundert es auch nicht, dass die Anzahl der Apotheken kontinuierlich zurückgeht. In der Innenstadt kann dies noch einigermaßen verkraftet werden. In Gemeinden, wie Godramstein oder Insheim, wird es aber zum echten Problem, wenn die einzige Apotheke schließt. Natürlich gilt auch hier – der Kunde hat es in der Hand – vor Ort Einkaufen bedeutet, Infrastruktur vor Ort zu sichern.



Zusammen mit Markus Moser vor seiner Apotheke
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Offener Bücherschrank auf dem Horst
Die Idee ist nicht neu und die jeweilige Resonanz ist auch differenziert. Aber für den Horst wäre diese private Initiative eine tolle Sache. Ein offener Bücherschrank, wo man Bücher ausleihen, Kommunikation betreiben und die Attraktivität des Horstes erhöhen kann. Klaudia Huffer und Evelyne Dano sind die Ideengeber und die treibenden Kräfte hinter dieser privaten, ehrenamtlichen Initiative. Mitstreiter, Helfer und Unterstützer sind herzlich willkommen (Kontakt: k.hoffer@web.de). Ich jedenfalls helfe gerne bei der Klärung formaler Fragen und bei den Finanzen.

So oder ähnlich könnte der offene Bücherschrank auf dem Horst aussehen.
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                                      Zitat der Woche:

„Wird’s besser? Wird’s schlimmer?“/
fragt man alljährlich./
Seien wir ehrlich:/
Leben ist immer/
lebensgefährlich. “,

Erich Kästner