Aktuelle Anmerkungen

Das sind schon turbulente Corona-Zeiten
– Der Lockdown wurde verlängert und verschärft
– Impfstoffe stehen endlich zur Verfügung, aber noch begrenzt
– Heiße Diskussionen um die Impfstandorte in der Südpfalz

Es finden lebendige, teils heiße, teils kontroverse Diskussionen statt. Es geht ja auch um einiges, um enorme Verluste um große Einschränkungen aber insbesondere um unsere Gesundheit und unser Leben. Bei aller Berechtigung für solche Diskussionen sollte man aber eines nicht vergessen: Wir erleben gerade die größte Impfkampagne der Geschichte. Es ist zu erwarten gewesen, dass so etwas nicht ganz reibungslos beginnt. Wichtig ist aber, dass erste Mängel schnell erkannt und abgestellt werden. Das hat beim Impfzentrum gut funktioniert. In Wörth war innerhalb von 2 Tagen ein zusätzliches Zelt mit Bodenheizung installiert. In Landau wird in kurzer Zeit ein weiteres Impfzentrum aus dem Boden gestampft.
Wenn jetzt noch die Anmeldungen schneller und ohne lange Warteschleifen funktionieren, die besonders schützenswerten Personen vorgezogen werden (s. unten), dann, ja dann braucht es nur noch ausreichende Vakzine und natürlich eine große Impfbereitschaft.

Herzliche Grüße, Ihr 


Peter Lerch MdL

Impfung für Pflegekräfte und Perspektiven für die ambulante Pflege

„Hat das Land bei der Erstellung seiner Corona-Impfstrategie die immobilen und ambulant versorgten Senioren und das hierfür tätige Pflegepersonal vergessen?“ habe ich in einem Brandbrief die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler gefragt.

75 Prozent des Pflegens findet ambulant, im häuslichen Bereich statt. Für diese Senioren, die nicht in der Lage sind ein Impfzentrum aufzusuchen und sei es auch noch so nah, gibt es derzeit keine Impfangebote. Auch wenn dies derzeit nicht einfach sein dürfte, sollten diesen Mitbürgern zumindest klar erläutert werden, wann sie an der Reihe sind.

Einfacher müsste es sein, die für die ambulante Pflege eingesetzten Pflegekräfte flächendeckend und zentral organisiert zu impfen. Alleine bei der Ökumenischen Sozialstation Landau (ÖSS) kümmern sich fast 300 Pflegekräfte um etwa 1.100 Pflegebedürftige, deren Durchschnittsalter bei 85 Jahren liegt. Trotz dieser Risikolage konnten sich Pflegekräfte bisher nur auf dem üblichen Wege telefonisch oder Online einen Impftermin geben lassen. Da ist es dann auch nicht verwunderlich, dass in der ÖSS Landau bisher erst 8 Pflegekräfte einen Impftermin bekommen haben.

Um diesen Missstand zu beseitigen habe ich die Ministerin aufgefordert, den Pflegekräften der ambulanten Pflege landesweit gemeinsame Impftermine anzubieten, wie dies teilweise beim Krankenhauspersonal praktiziert wurde. „Andernfalls besteht nicht nur ein deutliches Ansteckungsrisikos. Noch mehr ist von einer besonders hohen Gesundheitsgefährdung auszugehen.

Temperaturmessung im Wörther Impfzentrum – nur zur Demonstration
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Landau und seine Kleingartenanlagen

Wenn von Schrebergärten, oder Neudeutsch von Kleingartenanlagen gesprochen wird, dann kommt man in Landau und Rheinland-Pfalz unwillkürlich auf den Namen Rüdiger Frank. Der 76-Jährige Landauer ist seit 50 Jahren in diesem Metier engagiert. Er ist Landesvorsitzender im Bundesvorstand und Ehrenvorsitzender zweier Landauer Kleingartenvereine. Nach städtischen Ehrungen war deshalb der Landesorden die logische und verdiente Folge.

Die Bedeutung der Kleingartenanlagen wurde gerade jetzt, in Corona Zeiten wieder sehr deutlich – für Familien mit Kindern, für Senioren und für Frischluftfans. Da hat Landau auch einiges zu bieten: 3 organisierte Kleingartenanlagen mit 600 Kleingärtnern. Weiter 300 verstreut in kleineren Anlagen. Damit liegt Landau deutlich über dem Durchschnitt. Trotzdem haben noch mehr Bürger entsprechenden Bedarf. Und tatsächlich haben solche Anlagen auch vielfältige Vorteile – ökologie, für das Freizeitverhalten. Auch die Gartenfrüchte können gut gebraucht werden. Und außerdem so Rüdiger Frank, „die Leute in der Natur sind einfach freundlicher“

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    Zitat der Woche:

„Sanktionsfreie Pädagogik – das funktioniert einfach nicht“

Boris Palmer, grüner Oberbürgermeister von Tübingen in einer Videodiskussion am 13.1. zur Flüchtlingspolitik