„Mit aller Entschiedenheit weise ich die Vorwürfe der Unwahrheit und dem Schüren von Ängsten zurück“, so CDU-Landtagsabgeordneter Peter Lerch in der Replik auf Vorwürfe des SPD-Abgeordneten Schwarz in der Diskussion um französische Spracharbeit in den Kitas.

Lerch ist es, gerade aus seiner früheren Tätigkeit als Jugendamtsleiter, bewusst, dass die Thematik nicht einfach zu verstehen ist. Das Land verweist bei allen möglichen Finanzfragen zu den Kitas auf das Sozialraumbudget. Aus diesem Budget sollen aber neben der französischen Sprachkräfte auch die Stellenanteile für verhaltensauffällige Kinder, für interkulturelle Fachkräfte, für Sprachförderung, für Kita-Sozialarbeit usw. usw. finanziert werden. Diese Bereiche wurden bisher separat und nach individuellem Bedarf vom Land mitfinanziert.

Das Problem bei der Finanzierung der französischen Sprachkräfte liegt nun darin, dass für das Land der erhöhte Bedarf in einem grenznahen Landkreis wie der Südlichen Weinstraße überhaupt keine Rolle mehr spielt. Dies ist für die Höhe der Mittelzuwendung kein Kriterium mehr, was der Südlichen Weinstraße zum Nachteil gereicht.

Die ganze Diskussion und Kontroverse würde sich erübrigen, wenn das Land bereit wäre, für die französischen Sprachkräfte – wie bisher – die Mitfinanzierung aus einem separaten Topf zu übernehmen und nach den örtlichen Bedarfen zu bemessen. „Ich lade den Kollegen Schwarz dazu ein, gemeinsam für dieses Ziel, im Interesse der Erzieherinnen, der Eltern und vor allem der Kinder zu kämpfen“, so Lerch abschließend.