„Dank großzügiger Spenden wird es möglich in den Landauer Schulen durch den Einbau von Abluftanlage in jedem Schulsaal für mehr Sicherheit vor den Corona Aerosolen zu sorgen“, so Landtagsabgeordneter Peter Lerch in einer aktuellen Mitteilung.

Nächste und übernächste Woche wird der Unterricht, auch in den weiterführenden Schulen endlich wieder beginnen. Auch bei Einhaltung der vorgegebenen Schutzmaßnahmen waren die Risiken, sich in der Schule durch Corona anzustecken nicht beseitigt. Um dies aber zu minimieren hat das Landauer Otto-Hahn-Gymnasium drei vom Max-Planck-Institut entwickelte Pilot-Abluftanlagen installiert. Den Anlagen wurde von der TU Kaiserslautern ein hoher Wirkungsgrad bei der Beseitigung der Aerosol-Belastungen bestätigt. Dies war für Landaus Oberbürgermeister Thomas Hirsch Grund für die Initiative, alle Landauer Schulsäle mit dieser Technik auszustatten. Bei 500 Schulsälen und 300 Euro Kosten pro Gerät ein nicht geringer Finanzbedarf von 150.000 Euro. Während Hirsch einen Großteil der Spenden selbst einholte, bat er für die Restsumme um weitere Spenden. Einer Bitte, welcher Lerch und sein Fraktionskollege Bernd Löffel von Löffel-Fenster gerne nachkamen und aktiv wurden.

In mehreren Gesprächen konnten sie in kurzer Zeit eine enorme Hilfsbereitschaft feststellen. Über 32.000 Euro spendeten folgende sieben Unternehmen aus Landau und Umgebung: Gummi-Mayer, Kreativ-Massivhaus, Gillet-Baustoffe, Löffel-Fenster, Architekturbüro Treiling, Frühmesser Mineralölhandel und Reuter-Real-Estate. Alles Unternehmen, welche bisher glimpflich durch die Corona-Krise gekommen sind und deshalb auch ihren Beitrag für mehr Sicherheit von Schülern und Lehrern in den Landauer Schulen leisten wollen. „Wenn es um Kinder und Schule geht, laufen Sie bei mir offene Türen ein“, war eine der getroffenen Aussagen.

Jetzt, wenn in den nächsten zwei Wochen alle Klassen wieder mit dem Unterricht beginnen werden, kommt diese Hilfe genau zum richtigen Zeitpunkt. Mit den Abluftanlagen werden etwa 80 % der im Raum befindlichen Aerosole in kurzer Zeit abgesaugt. Weil dann nicht nach 20 Minuten, sondern erst nach 45 Minuten gelüftet werden muss, kann die jeweilige Unterrichtsstunde ohne Unterbrechung durchgeführt werden. Auch eine damit einhergehende Temperaturabsenkung im Klassensaal kann, während der Unterrichtsstunde, vermieden werden.

„Wir freuen uns, dass mit dieser Initiative ein starkes Signal an Verantwortungsbereitschaft und Hilfsbereitschaft in Landau gesetzt wurde. Ein weiterer Beweis für die Solidarität und den Zusammenhalt der Landauerinnen und Landauer in schwierigen Zeiten“, so abschließend Löffel und Lerch.