„Sie bilden das Rückgrat unserer Gesellschaft und unserer Volksgesundheit, aber im Reigen der allgemeinen Corona-Hilfen fallen Vereine, Sportler und unsere Bäder großenteils hinten runter, was manche an den Rand des Ruins treibt“, so CDU-Landtagsabgeordneter Peter Lerch und Susanne Burgdörfer, Vorsitzende der Landauer CDU-Stadtratsfraktion.

Bei seinen Besuchen vieler Vereine in Landau und der Südlichen Weinstraße konnte Lerch feststellen, dass zwar mit viel Ideenreichtum und Kreativität die Folgen von Corona bisher einigermaßen überbrückt wurden. Es ist jedoch dauerhaft nicht zu stemmen, wenn die Einnahmen fast komplett wegbrechen, die laufenden Kosten aber weiterlaufen. Für Lerch eine gefährliche Situation, „da hierdurch einigen Vereinen „die Luft auszugehen droht“, was fatal für unsere Gesellschaft wäre“.

Um dies zu verhindern hatte Lerch, zusammen mit seinen Fraktionskollegen im Landtag schnelle und unbürokratische Soforthilfen des Landes in Höhe von 15 Euro pro Vereinsmitglied vorgeschlagen. Leider fand diese Idee nicht die Zustimmung der Koalitionsmehrheit. Nein, die einzige Sorge des SPD-Fraktionsvorsitzenden war, dass dadurch Vereine Unterstützung bekämen, welche diese gar nicht benötigen würden. Jetzt haben wir ein Vereinsförderprogramm des Landes, das die meisten Vereine nicht erreicht, weil die Hürden zu hoch und die Bürokratie zu groß ist. Die bewilligten Förderanträge in einigen Landkreisen liegen nur im einstelligen Bereich.

Susanne Burgdörfer schaut besorgt auf die extreme finanzielle Schieflage der Bäder, auch in Landau. „Die Schwimmbäder wie das La Ola und das Freibad in Landau sind für die Familien aus der ganzen Region von großer Bedeutung. Der Freizeitwert und der Wert für die Gesundheit der Menschen vor Ort sind dabei entscheidende Faktoren. Bereits im vergangenen Jahr haben wir gesehen, wie sinnvoll es ist, auch unter Corona-Bedingung das Freibad zu öffnen.“

Ihr gehe es zudem um die Grundlagen, um das Schwimmen lernen von klein auf. „Da sind mittlerweile Versäumnisse entstanden, die unbedingt aufgeholt werden müssen. Deshalb ist die Initiative einer „Schwimmschule“, die die Vereine vor Ort, der SCC und der DLRG durchführen wollen eine tolle Idee.“  Burgdörfer unterstreicht, dass jedes Kind schwimmen lernen soll. Allerdings mache sie sich derzeit große Sorgen, einerseits um die Finanzierung der Landauer Schwimmbäder und zudem um die Finanzierung der Vereine vor Ort.

Lerch sieht hier das Land in der Pflicht. Während dieses nämlich durch die aufgelegten üppigen Bundesprogramme eigene Zuschüsse einspare, wie beispielsweise in Herxheim und Maikammer, kommen die Schwimmbadbetreiber in eine immer gefährlichere finanzielle Schieflage. Er betont, dass es deshalb nicht mehr als recht wäre, wenn diese eingesparten Fördermittel zur Stützung unserer Bäder genutzt werden würden“.

Gerade in einem Ehrenamts-Land, wie Rheinland-Pfalz sind die Vereine der Kitt, welcher unsere Gesellschaft zusammenhält und die Schwimmbäder tragen mit ihrem Bewegungs- und Sportangebot wesentlich zur Jugendförderung und Volksgesundheit bei. „Hier kurzfristig zu sparen könnte sich langfristig rächen, weil die Folgekosten wahrscheinlich um ein Vielfaches höher wären“, so abschließend Burgdörfer und Lerch.