„Ob die ärztliche Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in Landau und Teilen des Landkreises Südliche Weinstraße mittel- und langfristig gewährleistet werden kann, darüber mache ich mir, nach der Beantwortung meiner „Kleinen Anfrage“ durch das Ministerium einige Sorgen“, so CDU-Landtagsabgeordneter Peter Lerch in einer aktuellen Mitteilung.

Er hatte von der rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler mitgeteilt bekommen, dass die Hälfte der 41 Hausarztstellen in der Stadt Landau und der Verbandsgemeinde Edenkoben mit Ärzten besetzt sind, welche 60 Jahre und älter sind. Noch dramatischer ist die Situation in der Verbandsgemeinde Maikammer. Hier sind 88 % der Hausarztstellen mit Ärzten besetzt, welche diese Altersgrenze überschritten haben. Lerch sieht hierin eine große Gefahr, dass beim absehbaren, altersbedingten Ausscheiden einer größeren Anzahl von Hausärzten die medizinische Versorgung in diesen Gemeinden beeinträchtigt wird.

Zusätzliche Bedeutung bekommen diese Aussagen des Landes in Bezug auf die aktuelle Corona-Krise. Lerch weist darauf hin, „wenn ein Großteil der Ärzteschaft in unserer Region selbst zur Risikogruppe gehört, dann stellt sich die Frage, wie unter diesen Bedingungen die qualitative medizinische Versorgung künftig gewährleistet werden kann?“

Der Abgeordnete ist den Hausärztinnen und Hausärzten in der Südpfalz für ihren bisherigen Einsatz, insbesondere in der Corona-Pandemie sehr dankbar. Um die künftige medizinische Versorgung jedoch sicher zu stellen, sei es aber nötig, dass Anreizsysteme geschaffen werden, um vor allem junge Ärztinnen und Ärzte für die Region zu gewinnen. „Ferner wird es aber erforderlich sein, um den rheinland-pfälzischen Ärztemangel längerfristig und grundsätzlich zu beheben, die Anzahl der Medizinstudienplätze im Lande deutlich zu erhöhen. Mit 200 zusätzlichen Studienplätzen könnten zumindest mittel- bis langfristig wirksame Effekte erzielt werden“, so Lerch abschließend.